Cleanup am Containerplatz WND

In Absprache mit dem Umweltamt St. Wendel haben wir am Samstag hinter dem Containerplatz in der Weimarer Straße (St. Wendel) im Gewerbegebiet aufgeräumt – dabei hatten wir diesmal Unterstützung von Sebastian von Pro-Biosphäre – Aufräumen im Bliesgau.

Obwohl es von außen auf den ersten Blick gar nicht so schlimm aussah, kamen in vier Stunden letztlich unglaubliche 334 Kilogramm (ca. 2.000 Liter Müll) zusammen!

Dieser Müll hatte sich natürlich nicht erst in den letzten Wochen und Monaten angesammelt, aber erschreckend ist die Menge trotz allem. Tütenweise kamen PET-Flaschen und Kunststoffverpackungen zum Vorschein – darunter auch zwei Müllsäcke mit Dutzenden Urinflaschen! (50 Flaschen, um genau zu sein, die noch gefüllt waren – andere waren bereits ausgelaufen.)

Auch das Thema Lebensmittelverschwendung stand heute wieder auf dem Plan: zwei Dutzend Romanesco, die erst kurz zuvor dort abgelegt wurden, ein geschlossenes Glas Würstchen, Gemüse, Nachspeise in der To-Go-Packung – das alles war achtlos im Graben gelandet. Zumindest den Blumenkohl konnten wir retten und ins Foodsharing geben, denn der war definitiv zu schade zum Wegwerfen.

Zwischendurch erhielten wir auch noch Besuch vom Ordnungsamt – ob die beiden Herren wirklich “zufällig” vorbeigekommen waren oder ein besorgter Autofahrer sie gerufen hatte… wir wissen es nicht. Liegt der Müll zentimeterhoch auf dem Boden, interessiert es niemanden, aber packt man ihn in einen Sack, steht gleich jemand auf der Matte, der Angst hat, man lade illegal etwas ab.

Die Hoffnung, dass es an dieser Stelle lange sauber bleibt, ist leider gering, aber diese Menge wird sich natürlich nicht innerhalb weniger Tage wieder ansammeln. Es wäre schön, wenn wir im nächsten Jahr wieder Aktionen mit mehr Leuten starten könnten. Zu viert haben wir gestern vier Stunden gebraucht und leider ist der Graben an der Straße immer noch voller Müll. Noch schöner wäre es aber, wenn die ansässigen Firmen ihre Fahrer und Zulieferer anhalten würden, erst gar keinen Müll einfach in die Natur zu werfen oder doch ab und an mit ihren Mitarbeitern mal saubermachen würden. Vieles von dem, was wir gefunden haben, sind Folien von Paletten oder Gebinden oder Müll von LKW-Fahrern…