Please, clean the Blies

Kampf gegen eine ökologische Katastrophe

In der Zeitung war es zunächst nur eine ganz kleine Meldung „Dekoriertes Bliesufer“ in der ein Leser einen kleinen Beitrag über die Verschmutzung des Ufers an der Blies in Wellesweiler schilderte.

Als Cleanup.Saarland sich den Bereich angeschaut hat, bot sich ein grauenvolles Bild. Über viele Kilometer hinweg ist die Ufervegetation vollgehangen mit Feuchtetüchern und Damenbinden.

Der Grund für diese Müllmenge wird in dem Hochwasser im Januar gesehen.

Dass Feuchtetücher und Damenbinden nicht in die Toilette geworfen werden dürfen, sollte inzwischen allen Bürgern klar geworden sein. Ein ganz anderer Punkt ist aber auch, dass die Kläranlagen in einer solchen Situation diesen Müll nicht zurückhalten und in die Blies ablassen.

Please, clean the Blies
22 Helfer sammelten 51 randvolle Müllsäcke – das war das Ergebnis von fünf Stunden Arbeit.

Please, clean the Blies!

Am 6. März waren die Bedingungen ideal, um zumindest einen Teil des Müll zu bergen. Es war über mehrere Tage trocken und der Wasserstand war niedrig. Über 20 Helfer sind zu unserer Veranstaltung “Please, clean the Blies!” gekommen und haben sich dieser sehr unangenehmen Arbeit gestellt. Feuchtetücher und Damenbinden bestehen aus einem Kunststoffvlies, das sich nur sehr schwer aus dem dornigen Gebüsch entfernen lässt. Außerdem sind viele Bereiche schwer erreichbar.

Am Ende des Tages war es leider nur ein kleiner Teil des Ufers, der geräumt werden konnte und sehr viel Plastikmüll hängt auch weiterhin im Gebüsch oder ist auch unter dem Wasserspiegel in der Blies. Dieser Zustand macht uns traurig und ratlos.

Über 650 kg Müll wurden geborgen. Insgesamt 51 Schwerlastsäcke kamen zusammen.

Wir haben natürlich nach dieser Aktion auch das EVS als Betreiber der Kläranlagen und das Umwelt-Ministerium informiert. Außerdem haben wir beide aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, damit solche Katastrophen nicht erneut passieren. Der Klimawandel hat auch das Saarland erfasst und somit ist auch hier mit einem steigenden Risiko von Hochwasser und Starkregenereignissen zu rechnen.

Hier geht es zum Artikel in der Saarbrücker Zeitung