Cleanup auf dem Schlossberg Homburg

Müllsammeln ist doch auch unser Bier

Cleanup auf dem Schlossberg Homburg

Verschiedene Mitglieder in den unterschiedlichen lokalen Cleanup-Initiativen waren schockiert von den Zuständen am Homburger Schlossberg. Überall lag Müll und ein Blick hinter die Gabionenwand war noch schlimmer. Hier stapelte sich der Müll schon. Überall lagen gefährliche Scherben. Auch die eigentliche Schlossbergruine ist übersäht mit Zigarettenkippen und kleinteiligem Müll.
Schnell war der Entschluss gefallen, dass hier unbedingt etwas geschehen muss und so setzten wir für den 30. August einen Termin für einen Cleanup an.

Der Schlossberg ist nicht nur der Hausberg von Homburg. Hier gibt es außerdem mit den Schlossberghöhlen eine der wichtigen Tourismusattraktionen im Saarland und der Schlossberg ist Ausgangspunkt einer Premiumwanderung. Was uns alle aber sehr nachdenklich gemacht hat, das sind die Folgen der Vermüllung – unterhalb des Schlossbergs gewinnt die Karlsberg Brauerei ihr Brauwasser. 40 Liter Wasser können von einer einzigen Kippe vergiftet werden und auf dem Schlossberg liegen hunderttausende herum. Die Giftstoffe dringen mit der Zeit immer tiefer in den Sandstein.

Auch die Karlsberg Brauerei hilft mit

Wir unterrichteten die Karlsberg Brauerei von unserem Vorhaben und die Reaktion war sehr positiv. Karlsberg fragte bei seinen Azubis nach, wer an diesem Sonntag am Schlossberg helfen will und es kam eine ganze Mannschaft, die sogar Getränke für alle mit dabei hatten.

Gemeinschaftsaktion von 6 Cleanup-Netzwerken

Auch die verschiedenen Cleanup-Initiativen waren stark vertreten. Helfer aus Ottweiler, Schiffweiler, Illingen, Saarbrücken und Kleinblittersdorf waren direkt vor Ort. Dieser Cleanup war dann auch die Geburtsstunde von „Friedrichsthal räumt auf“.

Der Müll ist auf dem Schlossberg so großflächig verteilt, dass die Abstandsregeln immer gut einzuhalten waren. Im Hang war das Sammeln durch Dornen und Flaschen teilweise sehr mühsam und teilweise gab es auch recht üble Gerüche von faulenden Essensresten in Styroporboxen oder vergammelnde Getränkereste.

Nach gut zwei Stunden kamen 227 kg Müll zusammen und über 10.000 eingesammelte Kippen.

Leider ist das nur ein Bruchteil des Mülls, der dort noch liegt. Wir haben die Hoffnung, dass auch Bürger aus Homburg dadurch inspiriert wurden und Verantwortung für ihre Heimat übernehmen. Mit dem World Cleanup Day am 19. September könnten Homburg und alle anderen Gemeinden ein Zeichen gegen die Vermüllung setzen, statt das Problem komplett der nächsten Generation zu überlassen.

Sehr schön war auch, dass der SR mit Pasquale D’Angiolillo einen Beitrag unsere Aktion gedreht hat, der noch am Abend im Aktuellen Bericht gesendet wurde.

Wir hoffen, dass noch mehr Menschen Verantwortung für den Erhalt unserer Lebensgrundlage übernehmen.